Vertrauen in Veränderungsprozessen

Menschen, die Veränderung erfolgreich angehen, haben oder entwickeln das Vertrauen, dass sie selbst aktiv zum positiven Verlauf der Dinge beitragen können ohne dass sie Resultate erzwingen. Und sie haben oder entwickeln das innere Wissen, dass es immer wieder Möglichkeiten und Lösungen gibt – auch wenn sie diese noch nicht sehen. Jenseits von naivem Wunschdenken oder passivem Abwarten machen sie sich vertrauend auf den Weg. Sie entwickeln das Vertrauen, „anzukommen“.

Veränderung beinhaltet immer Risiko und Ungewissheit. Viele Menschen schrecken davor zurück und verharren in beeinträchtigenden Situationen und Gewohnheiten, selbst wenn diese mit Leiden verbunden sind. Andere wagen zwar Veränderung, werden aber ungeduldig, versuchen Resultate zu erzwingen oder resignieren, wenn Erfolg nicht gleich oder nicht in der erwünschten Form eintritt. In beiden Situationen fehlt das Vertrauen, dass man vorankommen wird, wenn man sich auf gute Weise auf den Weg macht.

„Vertrauen, ‚anzukommen'“ bedeutet also, das Vertrauen zu entwickeln, dass man aktiv dazu beitragen kann, in positive neue Situationen zu gelangen – auch wenn Resultate noch nicht bekannt sind, vielleicht auf sich warten lassen oder in anderer Form eintreten als jetzt gedacht und gewünscht. Man kann lernen, Vertrauen ins Gelingen zu entwickeln. Dies beinhaltet:

  • Wissen, wie Vertrauen entsteht: Vertrauen entsteht in einem nicht endenden Kreis von Offenheit, Wahrnehmung, Handeln und Erfahrung. Offenheit ist die Basis, auf der Vertrauen entstehen kann; wer offen ist, erfährt, dass es immer wieder Ideen, Möglichkeiten und Lösungen gibt – oft unerwartet. Dies beeinflusst die Wahrnehmung; man wird die Aufmerksamkeit verstärkt darauf richten, was hilfreich ist und vorwärts führt. So kann effektiv gehandelt werden. Damit legt man den Boden für positive Erfahrungen und Resultate. Diese stärken Vertrauen. Dadurch kann man noch offener sein, noch mutiger handeln usw.
  • Bewusster Umgang mit Angst: Veränderung erfolgreich angehen bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Angst kann eine wichtige Funktion haben, doch auch zum Bremsklotz werden. Bewusst mit Angst umgehen heißt, Angst unter die Lupe zu nehmen ohne ihr Macht über das Handeln zu geben.
  • Vertrauen aktiv Raum geben: Wie kann ich mich heute darin üben, offen zu bleiben, auf förderliche Weise wahrzunehmen, mutig Schritte zu wagen, positive Erfahrungen wahrzunehmen, negative Erfahrungen als Anlass zu nehmen, erneut genau hinzuschauen und mit diesen Schritten Vertrauen ermöglichen?

Im Kern geht es darum, aktiv zu sein ohne Resultate erzwingen zu wollen und so Vertrauen ins Gelingen aufzubauen. Dies ermöglicht, gelöster und flotter voranzukommen.

 


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